2008
Feb
08
von: alexandra | Kommentar (0)

Oftmals muss man sich auf eine Diskussion einlassen, ob man seine Bankgeschäfte online oder lieber mit einem direkten Ansprechpartner (nette Damen und Herren am Schalter) abwickeln sollte. Die Gesellschaft trennt sich bei dieser Frage meiner Meinung nach in genau zwei Gruppen. Auf der einen Seite diejenigen, die immer up-to-date sein möchten – meist die jüngere Generation – und auf der anderen Seite diejenigen, die risikolos leben möchten – oft die ältere Generation…

Ich kann mir ein Leben ohne den bequemen Zugriff auf das Giro-Konto durch Online Banking nicht mehr vorstellen, da man absolut unflexibel und ortsgebunden ist. Natürlich kann das Mechanisierte bei den eigenen Bankgeschäften einigen Respekt einflößen, was nicht ganz unbegründet ist. Natürlich sollte man auf genügend Sicherheit am eigenen Rechner bauen und soweit es geht mit fremden Computern keine Geldgeschäfte tätigen. Ansonsten ist die Handhabung mit wenig Aufwand und einer unheimlichen Zeitersparnis verbunden, zudem sind die Kontoführungsgebühren um einiges geringer. Besteht bereits ein Geschäfts- oder Giro-Konto ohne diese Möglichkeit, kann man die Option zum Onlinebanking in den meisten Fällen nachträglich beantragen. Man muss also keine Bedenken haben, dass sich die Kontodaten bzw. Kontonummern ändern.

Mein Mann ist sogar der Meinung, dass die Angestellten einer Bank immer weniger Befugnisse zugeteilt bekommen, da diese nicht mehr wie früher nur einen Fachbereich abdecken, sondern im Rahmen der Stellenstreichungen durch den Prozess der Rationalisierung durch das Online-Banking, viele Aufgaben gleichzeitig übernehmen müssen. Dadurch stattet man einen Mitarbeitert nur noch mit limitierten Befugnissen aus, um seine Tätigkeiten noch kontrollierbar zu halten. Zwar hat man beim Onlinebanking auch oft strenge Limitierungen was den Verfügungsrahmen angeht, doch diese Limits lassen sich in der Regel durch die Bank und sein Einverständnis erhöhen.

Eine weitere Schwachstelle sind durch den erweiterten Tätigkeitsbereich die mangelnde Kompetenz in den Spezialbereichen – hier wird all zu oft direkt nach dem Chef gerufen – sofern dieser verfügbar ist – bzw. direkt ein neuer Termin vereinbart. Das kostet Zeit und Nerven und ist eigentlich nur noch was für Rentner & Selbstständige, die flexibel ihren Tagesablauf planen können. Als Arbeitnehmer heisst ein neuer Termin in der Regel direkt 1 Woche, bis zum nächsten langen Donnerstag warten. Über die Öffnungszeiten von Banken werden ich in den kommenden Tagen einen gesonderten Beitrag schreiben ;)