Aug
17

Viele freuen sich wieder auf die Zeit, Pilze zu suchen, in der Hoffnung auch welche zu finden. Doch es ist große Vorsicht geboten, da nur die wenigsten Arten oder Artengruppen zum Verzehr geeignet sind. Das bedeutet: Nur die Pilze sammeln, die man eindeutig kennt und bestimmen kann. Eure benötigte Ausrüstung ist lediglich ein Stock (den man im Wald selbst oft genug findet), ein Korb und ein scharfes Messer. Wichtig ist, die Pilze so gut es geht von Erde und Blattresten zu reinigen, bevor man sie in den Korb legt.

Die bekannteste Pilzgruppe, die selbst gesammelt wird, ist die Gruppe der “Boletales”. Das sind die Pilze, mit einem schwammartigen Kopf bzw. Dach. Doch auch hier muss man mehr als vorsichtig sein. Auch hier gibt es optisch verwandte, jedoch sehr giftige Exemplare, die eine Pilzpfanne mit “guten” Pilzen komplett verderben und den Menschen gesundheitlich schädigen können. Einer von ihnen ist der Gallenröhrling, der sehr oft mit dem Steinpliz oder Sommer-Steinpilz verwechselt wird. Ich spreche leider aus Erfahrung. Diese Pilzart ist ungenießbar und ein einziger kann eine ganze Pilzpfanne verderben. Testen kann man das, indem man einen Gallenröhrling druchschneidet und kurz an der geschnitten Seite anleckt. Der Geschmack ist bitter. Leider ist das Bittere nicht immer so sehr ausgeprägt, dass man es direkt bei diesem Versuch heraus findet, ob es sich um einen Steinpilz oder einen Gallenröhrling handelt. Der bittere Geschmack intensiviert sich beim kochen um ein vielfaches.

Hier ein kleiner Auszug der genießbaren Pilze:

  • Kornblumenröhrling
  • Steinpilz
  • Sommer-Steinpilz
  • Schwarzhütiger Steinpilz
  • Kiefern-Steinpilz
  • Maronenröhrling
  • Eichen-Rauhfuß (besser ohne Stiel)
  • Brauner Birkenpilz
  • Braune Rotkappe
  • Schmerling
  • Butterpilz

Den Beginn der Pilzsaison kann man schlecht definieren, da es solch einen Zeitpunkt kaum gibt. Sobald der Schnee im Frühjahr den Waldboden freigibt, wachsen Pilze. Die meisten und bekanntesten Pilze zum selber sammeln starten meist im Spätsommer mit ihrer Pracht.

Viele Gemeinden bieten Infotage an, bei denen man sich über die Giftigkeit bzw. die Verzehrfähigkeit einzelner Pilze infomieren kann. Ich kann euch nur nahe legen, diese Infostände zu besuchen, bevor ihr auch einer der Vergiftungsopfer in den Zeitungen werdet. Ihr könnt euch natürlich auch einen Pilz-Guide zulegen, der nicht nur Zusammenfassungen über die Art und Zubereitung des Pilzes bietet, sondern auch für jede Art ein Bild zum Vergleich zur Verfügung hat. Es gibt bereits kleine Pocket-Formate, die bei jeder Pilzsuche Platz in der Hosentasche finden.

Noch eine Anmerkung zum Steinpilz: Dieser Pilz steht unter Naturschutz und darf lediglich für den Eigenverzehr gesammtelt und verarbeitet werden. Das Handeln mit einheimischen Steinpilzen ist verboten!

Denen, die sich auskennen, wünsche ich eine super Pilzsuche. Den verbleibenden Suchenden, die sich nicht auskennen, hoffe ich auf genießbare und ungiftige Pilze - seid vorsichtig.



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